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EXTRAMET plant ohne Stellenabbau

Der Hartmetallhersteller und Industriepartner EXTRAMET AG aus Plaffeien sieht trotz Pandemie und verhaltenen Konjunkturprognosen für das Jahr 2021 keine Entlassungen vor. Ein frühzeitiger Einstellungsstopp, Pensionierungen sowie interne Aus- und Weiterbildungen machen es möglich.

Bereits seit Mitte 2019 hat sich die wirtschaftliche Lage in der metallverarbeitenden Industrie abgekühlt. Folge dessen war der Ausblick für das laufende Jahr schon vor Ausbreitung des Coronavirus verhalten. Durch die Pandemie jedoch sind zusätzlich Auftragseingänge aus wichtigen Industriezweigen, wie zum Beispiel der Luftfahrt- und Uhrenindustrie, stark und teils nachhaltig eingebrochen. Als Folge daraus musste EXTRAMET im Frühjahr für einen Grossteil der rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kurzarbeit einführen. Dies, obschon bereits seit Herbst letzten Jahres aufgrund der Konjunkturprognosen kaum noch Neueinstellungen vorgenommen wurden.
Die Aussichten bleiben unterdessen auch für das kommende Jahr eingetrübt. CEO Michel Stempfel: «Wir rechnen, dass sich die metallverarbeitende Industrie im nächsten Jahr erst ab dem dritten Quartal spürbar vom Corona-Schock erholen wird und wir das Vorkrisenniveau somit frühestens 2022 wieder erreichen werden. Darauf aber wollen wir vorbereitet sein.». Demzufolge plant EXTRAMET trotz tieferer Produktion keine Entlassungen. Dazu hat der grösste Arbeitgeber im Sense-Oberland allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vorrentenalter eine frühzeitige Pensionierung mit Überbrückungsleistungen angeboten. Auch dem Trend zu Teilzeitarbeit soll mit flexiblen und individuellen Modellen künftig noch mehr Rechnung getragen werden. Die aus diesen Massnahmen resultierenden Vakanzen sollen weitestgehend durch interne Rekrutierungen mit entsprechenden Aus- und Weiterbildungen besetzt werden. Ganz ohne Kurzarbeit wird EXTRAMET 2021 dennoch nicht auskommen, wenn auch in etwas reduzierterem Ausmass als im laufenden Jahr.
Grossen Wert wird beim Schweizer Marktführer weiterhin auf die Lehrlingsausbildung gelegt. Drei von fünf Lehrstellen konnten für den Sommer 2021 besetzt werden. Des Weiteren wurden für das kommende Jahr drei Millionen Franken für Ersatzinvestitionen und Automatisation budgetiert.